Arbeit und das gute Leben. Sorgearbeit, Erwerbsarbeit und Caring Companies

Shownotes

Wie viel Arbeit tut uns eigentlich gut? In dieser Folge geht es um einen Perspektivwechsel: weg von einem Arbeitsmodell, das Menschen und Care-Arbeit gegeneinander ausspielt, hin zu Unternehmen, die Fürsorge ins Zentrum stellen. Dr. Esther Konieczny und Lena Stoßberger sprechen über „Caring Companies”, also Unternehmen, die das Prinzip der Fürsorge in den Mittelpunkt stellen. Themen sind unter anderem Zeitwohlstand, Verantwortungseigentum und die Frage, warum Wachstum nicht automatisch Wohlstand bedeutet.

Die Expertinnen präsentieren nicht nur Ideen, sondern auch Best-Practice-Unternehmen, die Arbeitszeit und Verantwortung neu organisieren und wirtschaftlichen Erfolg neu definieren.

Drei Lösungsansätze aus der Folge:

  • Arbeitszeit neu denken: Die Folge macht 32 Stunden pro Woche als realistische Arbeitszeit stark. Eine kürzere Wochenarbeitszeit steht in direktem Zusammenhang mit weniger Erschöpfung, mehr Zufriedenheit und mehr Zeit für politische oder ehrenamtliche Beteiligung.

  • Kultur und Sprache verändern: Die Protagonistinnen zeigen, wie wichtig Haltung, Reflexion und Sprache sind, etwa beim Hinterfragen von Rollenbildern wie „Working Moms“.

  • Care-Arbeit sichtbar machen: Anstatt die Vereinbarkeit als individuelle Improvisationsleistung zu behandeln, sind Strukturen erforderlich, die Erwerbs- und Sorgearbeit auf Augenhöhe bringen.

Was wäre, wenn Fürsorge auch auf der unternehmerischen Agenda stünde? Was, wenn Fürsorge einen Return on Investment von unschätzbarem Wert bringen könnte?

**Weiterführende Links: **

Buch: Arbeit und das neue Leben. Wie wir Wohlstand neu erfinden

Interview mit herCAREER: „Welche Verantwortung trägt die Wirtschaft dafür, dass es Menschen und Umwelt gut geht?”

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Fair für Kinder

Über herCAREER Voice

Der Podcast herCAREER Voice liefert wertvolle Einblicke in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft, immer verknüpft mit persönlichen Erfahrungen und vor allem aus weiblicher Perspektive. Wechselnde Moderator:innen und Gäst:innen aus unterschiedlichen Unternehmen, Redaktionen und Arbeitsumfeldern bieten vielseitige und praxisnahe Erfahrungswerte für die Hörer:innen. https://www.her-career.com/podcastherCAREER ist die führende Plattform für die weibliche Karriere. Hier erwartet dich ein einzigartiges Netzwerk mit individuellen Job-Chancen und jede Menge inspirierender Content wie Podcasts, Vorträge und Panels live auf herCAREER Expo oder online im Rahmen unserer herCAREER Academy. Wir heißen alle Menschen willkommen – im Besonderen Frauen, denen wir die Chance geben, von diesem besonderen Möglichkeitsraum zu profitieren. https://www.her-career.com

Dieses Gespräch wurde im Rahmen der herCAREER Expo 2025 aufgezeichnet und als Podcast aufbereitet. Mehr über die herCAREER Expo unter www.her-career.com/expo

Projektleitung: Natascha Hoffner Redaktion: Kristina Appel Produktion: Bernhard Hiergeist

Transkript anzeigen

00:00:00: Viele kranke Mitarbeitende zu produzieren ist auch wieder nichts anderes als eine Externalisierung von Kosten.

00:00:07: Das ist gleiche wie Umweltverschmutzung, da übernimmt ein Unternehmen keine Verantwortung und fragt sich nicht was machen wir hier eigentlich mit den Leuten das die Reihenweise ins Burnout gehen?

00:00:16: Wie kann ich mir vorstellen dass da produktiv gearbeitet wird?

00:00:19: es geht ja gar nicht zusammen und ich glaube das sind diese ganzen Kretchenfragen die wir uns nicht trauen zu stellen.

00:00:34: Willkommen beim Her Career Podcast.

00:00:37: Du interessierst dich für aktuelle Diskurse aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft – und das insbesondere aus einer weiblichen Perspektive?

00:00:45: Vielleicht wünschst du dir persönliche Einblicke in den Arbeitsalltag von Menschen und Unternehmen die sich dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel stellen.

00:00:52: Dann bist du hier genau richtig!

00:00:57: Wie viel Arbeit ist eigentlich gut für uns und was definieren wir als Arbeit?

00:01:02: In dieser Folge geht es um einen Perspektivwechsel weg von einem Verständnis, das ArbeitnehmerInnen und Kehrarbeit gegeneinander ausspielt.

00:01:11: Hin zu Unternehmen und einer Wirtschaft die Fürsorge ins Zentrum

00:01:14: stellen.".

00:01:15: Die Autorinnen Dr.

00:01:16: Esther Konjechny und Lena Stoßberger sprechen live mit Sylvia Feist über Caring Companies – eine Wirtschaft, die mehr Fürsage für Menschen und ihre Umwelt übernimmt!

00:01:36: Es ist sehr, sehr schön, dass ihr so zahlreich hier mit uns seid.

00:01:39: Ich bin Sylvie Feist, ich bin Journalistin und arbeite in Hamburg für das Magazin Emotion.

00:01:45: Freu mich total, dass ich jetzt hier mit Dr.

00:01:48: Esther Konjetschli sitze und mit Lena Stoßberger.

00:01:52: Esther Du begleitest als selbstständige Beraterin und Coaching-Unternehmen und auch Non-profits bei Transformationsprozessen.

00:02:01: Mach sie also zukunftsfähig!

00:02:03: Und du hast außerdem den Verein Fair for Kinder gegründet, der sich dafür einsetzt dass alleinerziehende politisch gerechter behandelt werden.

00:02:13: Mit uns gemeinsam hier ist Lena, Lena Stoßberger.

00:02:17: du bist Organisations- und Personalentwicklerin und hast im Fokus wie wir die Zukunft der Arbeit aktiv gestalten können.

00:02:26: das ist so neben der Buzzwords New Work Diejenige die das ganze damit Leben und Inhalt fühlt und welche Rolle Führungsmodelle, Selbstorganisation und Kooperation dabei spielen.

00:02:40: Ihr habt beide Töchter seit beider alleinerziehend die eine Tochter ist mit hier, die Feministin der Zukunft.

00:02:48: ihr kennt euch seit den Schultagen im Rheinland und hattet euch mehr als anderthalb Jahrzehnte aus den Augen verloren euch dann wiedergefunden, was unter anderem den Vorteil hatte, dass ihr dieses Buch miteinander geschrieben habt.

00:03:03: Arbeit und das gute Leben wie wir den Wohlstand neu erfinden.

00:03:08: Tatsächlich wollen wir genau darüber heute sprechen die Arbeit und ein gutes Leben in Einklang zu bringen sind und ihr wollt den Leserin und dir heute euch als Zuhörerin Mut machen festgefahrene, eigentlich längst überholte Systeme zu hinterfragen.

00:03:26: Ihr habt euch dafür ganz intensiv mit Caring Companies beschäftigt und weil wir hier auf einer zukunftsweisenden Karrieremesse sind haben wir beschlossen.

00:03:37: das ist der Fokus unseres Gesprächs heute Nachmittag.

00:03:40: was sind Caring companies?

00:03:43: Ja, Karen Kampani ist ein Unternehmen die das Prinzip und die Idee der Fürsorge ins Zentrum stellen.

00:03:48: Und von da aus gehen Strukturen entwickeln und Arbeitsprozesse entwickeln, den Prinzip der Fürssorgedienen.

00:03:57: Was du ihm sagtest dass du auch ein bisschen überrascht warst... Weil Cameron Company das ist für viele ein total neuer Begriff, weil wir normalerweise Fürsorge und Wirtschaften nicht so wirklich zusammenbringen.

00:04:07: Das hat historische Ursachen.

00:04:09: Wir haben dafür gesorgt in der Instralisierung dass Fürsorge etwas ganz Privates ist auch noch was Politisches.

00:04:16: aber diesen Anspruch dass Unternehmen und Organisation eine Fürsorgende Verpflichtung haben ist historisch einfach quasi weggefallen.

00:04:26: Und wir machen das im Buch da rein fest, das kann man auch finde ich ganz gut nachvollziehen.

00:04:31: Wenn wir heute mal auf den Wohlstandsbegriff gucken dann wird Wohlstand in der Regel mit Wachstum zusammen gebracht und bei uns wachstums wird gemessen am BIP und damit auch implizit der Wohlstadt.

00:04:42: Das BIP ist erstmal eigentlich ein ganz schön kastriertes Instrument wie ich finde.

00:04:45: es ist irgendwie eine Zahl und das BIP sagt mir überhaupt nichts darüber aus Wie es den Menschen in einem Land geht?

00:04:52: Wie gesund wir leben Wie die Infrastrukturen, die Versorgungsstrukturen sind.

00:04:56: Wie viele Gleichberechtigungen wir haben.

00:04:57: Geschlechtergerechtigkeit inklusiv.

00:04:59: Also all diese relevanten Themen, die das zusammenleben für eine gute Demokratie werden hier überhaupt nicht abgebildet.

00:05:07: Mit dem Begriff der Fürsorge versuchen wir das ein Stück weit zu drehen indem wir sagen... Unternehmen selbst bringen sich in die Verantwortung, dass sie für den Schaden, den Sie möglicherweise anrichten durch ihr Arbeiten oder durch Ihr Wirtschaften quasi auch aufkommen.

00:05:20: Oder versuchen ihn gar nicht erst anzurichten und das ist ein starker Perspektivwechsel.

00:05:24: Und das ist im Kern das Fürsorgen der Ess zu sagen.

00:05:27: Fürsorge ist eine restaurative Kraft, eine wiederherstellende, eine Kraft, die dafür sorgt, dass ein System gesund bleibt.

00:05:35: Also, wenn man als Beispiel ein Kind fällt hin, schlägt sich das Knie auf.

00:05:39: Ich kümmere mich drum auf Laster drauf und so weiter... Das ist Fürsorge!

00:05:42: Und diese Idee der Fürsage kann man im Grunde alles übertragen?

00:05:45: Ich kannte den Begriff der Carrying Company nicht aber ich kannte eines eurer Beispiele Einhorn in Berlin die Kondome- und Menstruationsprodukte herstellen Und ich dachte, oh ja das sind jetzt bestimmt so kleine Berliner Start-ups und war total überrascht dass ein Elektrotechnikunternehmen die Illobauer aus dem Allgäu dabei ist.

00:06:07: Kannst du uns zu den Beispiel ein bisschen mehr erzählen Lena?

00:06:11: Ja wir waren nicht nur überreicht aber werden vor allen Dingen erfreut, dass es sich quasi nicht um einen Phänomen handelt wofür man halt ein Startup sein muss wie für man im Hippen Berlin in irgendwelchen Kreisen aktiv sein muss sondern was Überall in Deutschland entdeckt haben sind Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen, die sich selber auch niemals als Carrying Company bezeichnet hätten oder nicht darauf hingearbeitet haben einen zu werden.

00:06:39: Sondern die wir gesucht und gefunden haben und mit denen wir gemeinsam dann erst erarbeitet habe im Interview zu diesem fürsorgenden Blick und im Elo-Bau zum Beispiel.

00:06:51: wie haben wir Elo Bau gefunden?

00:06:52: Ich weiß gar nichts mehr Aber die haben, es waren Familien von den dritten Generationen.

00:06:59: Und der Geschäftsführer damals, der Michael Hetzer und dem Eigentümer hat sich an den Gedanken gestoßen, dass quasi seine Familie immer reicher wird während die Tausend Haar- und Zweihundert Mitarbeitende dafür arbeiten.

00:07:15: Und gleichzeitig hat er auch nicht in seinen Kindern unbedingt diejenigen gesehen, denen er diese Bürde und das müsste so weiterführen aufwendigen wollte.

00:07:23: Das waren seine zwei Impulse, um zu sagen wie möchte ich es anders machen?

00:07:27: Dadurch wurde er quasi aus unserer Definition zu einer Carrying Company weil er zum einen dieses Eigentumskonstrukt hinter Ilobau geändert hat, in einem Verantwortungseigentum, sodass sich die Firma selber

00:07:39: gehört

00:07:42: Das Nachsicht zieht auch im Unternehmen für solche Strukturen zu etablieren.

00:07:46: Also wo ganz anders herkommt und dann aber zu einer Carrying Company zu werden.

00:07:51: Was ich daran so ermutigen finde, ist eben auch dass es ein tolles Beispiel ist das Familienbetrieb wo vieles mit Tradition gemacht wird, dass man sieht man kann die Tradition mit Veränderung und mit Wandel verbinden.

00:08:05: Ja das hat uns auch sehr gut gefallen weil es eben die Möglichkeit eröffnet andere sich auch daran orientieren.

00:08:11: Wenn wir nur mit Einhörnern um die Welt kommen, um die Ecke kommen dann ist das für viele eben nicht angeschlussfähig.

00:08:17: und beim Handwerksbetrieb war dabei die EURO-Bau als

00:08:21: Rektotechnikunternehmen

00:08:22: eine Agentur was es natürlich total anbietet bei Dienstleistungen sich schon ein bisschen flexibel ist als Produktion.

00:08:28: Eine der Hauptsorgen bei uns in der Wirtschaft ist das Thema Wachstum, zu geringes Wachsstum.

00:08:33: Und jetzt ist die Regierung angetreten und es zeigt sich immer noch – Es geht nicht ausreichend voran!

00:08:39: Die Unternehmen, die ihr vorstellt sind Wirtschaftsunternehmen mit wirtschaftlichen Zielen und trotzdem stellen sie die Frage von unbegrenzten Wachstrom oder des Die Forderung nach unbegrenzten Wachstum in Frage.

00:08:55: Könnte uns ein Beispiel geben, wie das gelingen kann?

00:08:58: Wie man wirtschaftlich erfolgreich ist und trotzdem sagt dafür müssen wir gar nicht immer weiter wachsen?

00:09:04: Wir hatten einen Unternehmen dabei aus Süddeutschland die unter anderem also aus der Stahlindustrie.

00:09:08: was?

00:09:09: ohne jetzt Expertin für die Stahl Industrie zu sein aber ich kann mir vorstellen es sind ganz schön hartes Geschäft auch mit hohen Preisschwankungen usw.

00:09:15: Teilweise ja lange Lieferketten Und da hat mir ein Unternehmen dabei auch ein Familienunternehmen dritter Generation geführt jetzt von der Enkelin und dem Puder.

00:09:26: Ich fand die Geschichte damals ganz spannend, dass sie uns erzählt haben, dass Sie kurz vor der Finanzkrise große Verträge abgeschlossen haben daraufhin entschieden haben okay wir brauchen eine dritte Schicht.

00:09:37: voll im Wachstumsdenken drin, ein großer Auftrag also mehr und mehr rausholen neue Leute eingestellt.

00:09:43: Dann kam über Nacht die Finanzkrise und damit ist dieser komplette Deal geplatzt Und die Firma saß auf einer Menge neuer Arbeitskräfte war natürlich eine ordentliche Erschütterung und das war der Moment wo sich die Geschäftsführer gefragt haben will ich da eigentlich noch mitmachen?

00:09:59: Also möchte ich mich in so einer Abhängigkeit begeben Und auch so einem Druck ausgesetzt werden und einem Gefühl von mir, ich werde eigentlich die ganze Zeit nur durch die Gegend gepusht.

00:10:08: Also ich habe ganz wenig Gestaltungsspielraum.

00:10:11: Das hat dann bei ihr und ihrem Bruder zu mehreren Momenten des Umdenkens geführt.

00:10:15: also sie sagen halt wir wachsen immer noch aber wir haben das Prinzip des inneren Wachstums für uns gefunden und gestalten das ständig aus.

00:10:22: Insofern dass sie zum Beispiel sagt wirklich auch eine tolle... Ideen gefunden, wie ich finde dass sie aus anderen Industrien beispielsweise aus der Milchindustrie eine Reinigungsanlage entdeckt hat wo sie gesagt hat damit können wir eigentlich auch unser Wasser reinigen.

00:10:35: bei Stahlproduktion ist mega wasserintensiv.

00:10:38: Sie versuchen intern so einen geschlossenen Kreislauf zu machen.

00:10:41: gleich das machen sie auch mit ihren Möbeln.

00:10:43: die stellen sich Stahlraummöbel für Schwimmwäder her und dabei dann die Entscheidung in einen kreislaufwirtschaftlichen Prozess zu gehen.

00:10:52: Heute geben Sie eine lebensdange garantie auf die Möbel und sagen, wenn was kaputt ist wir bespannen sie neu, wir reparieren sie.

00:11:00: Wir wollen nicht produzieren, produzieren und produzieren sondern wir wollen die Dinge, die wir schaffen erhalten.

00:11:05: Und diese Idee des inneren Wachstums also zu schauen Was können wir eigentlich im Inneren verbessern?

00:11:11: um auch die Schäden im Außen geringer zu halten.

00:11:13: Also immer diesen Zusammenhang denken und da hatte ich eingangs gesagt, liegt das Fürsorgende sich also mit der Frage auseinanderzusetzen, wo richten wir einen Schaden an?

00:11:21: Und wie können wir diesen Schaden minimieren?

00:11:23: Das ist das Unternehmen Henkel, das hast du glaube ich gerade nicht gesagt, also nicht das mit den Waschmitteln sondern eben Henkelsteilraumöbeln.

00:11:31: Wie finanzieren die?

00:11:32: das fragt man sicher?

00:11:33: Wenn die eine lebenslange Garantie anbieten, das muss sich ja trotzdem rechnen.

00:11:39: Also wir haben uns jetzt nicht die Bilanzen angeguckt.

00:11:41: Uns hat es einfach gereicht, auch Sie sehen dieses Unternehmen ist seit wieviel Jahren?

00:11:45: Hundert Jahre.

00:11:46: Am Markt und die bestehen weiter.

00:11:49: Die haben die Schichten auch reduziert.

00:11:51: also sie sind im Zwischen bei einer Schicht.

00:11:53: Haben ein Schicht Prinzip oder einen Schicht Betrieb aufgebaut Und die kreislaufwirtschaftlichen Modelle.

00:11:59: damit sind sie ja nicht alleine.

00:12:01: Da gibt's auch viel Austausch.

00:12:02: das ist spannend zu sehen Wie viele von den Unternehmen oder Unternehmerinnen mit denen wir gesprochen haben, die wir durch eigene Recherche gefunden haben.

00:12:10: Teilweise sich untereinander schon kannten und gesagt haben, ah ja genau das machen wir eh nicht!

00:12:15: Wir sind in irgendwelchen Netzwerken drin.

00:12:17: also beispielsweise beim Verantwortungseigentum gab es Vernetzungen zwischen drei Unternehmen die wir hatten, wir wussten das gar nicht und das kam dann einfach im Gespräch.

00:12:24: und man hat gemerkt dieses Nicht nur Pionier sein, sondern auch sich über das Pioniersayn austauschen.

00:12:30: Voneinander lernen nicht die Schotten dicht machen und zu überlegen, oh da könnte aber jetzt Konkurrenz irgendwie auf die Bühne treten, sondern zu sagen hey wie macht ihr das eigentlich?

00:12:39: Das ist was bei allen Unternehmen sehr offensichtlich war, dass es ein wichtiges Prinzip ist.

00:12:43: Und ich denke so lässt sich das unternehmen gibt's auch noch alle.

00:12:46: also von daher...

00:12:47: ...und was ich noch anfangen möchte bei der Richard Henkel GmbH Da steht ja keiner, der die Taschen auffällt und sagt, da muss jetzt am Jahresende auch noch mal rein.

00:12:57: Das heißt wie finanzieren sie sich?

00:12:59: Indem Sie niemanden sonst mitfinanzieren außer den Erhalt dieses Unternehmens.

00:13:05: Und das ist schon ein Riesenunterschied zu eben ganz vielen anderen Rechtsformen wo andere dastehen und sagen was habe ich jetzt davon schneller mehr Geld?

00:13:14: Das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie gilt immer als so zentral.

00:13:19: Wir sehen, du hast ja auch gerade ein Vereinbarkeitsthema in Anführungszeichen mit auf die Messe gebracht.

00:13:25: Und dafür wird oft eine Lösung gefordert.

00:13:27: ihr sagt aber jetzt aber das ist eigentlich einen Widerspruch in sich!

00:13:31: Da war ich überrascht.

00:13:32: warum?

00:13:33: Ja, wir behaupten dass die Vereinbarkeit daran krank.

00:13:37: Dass sie auch immer noch über eine Unterordnung herstellt.

00:13:39: also wenn ich etwas miteinander vereinbaren muss dann weil es nicht versillt zusammengeht.

00:13:44: und in unserem Fall oder im Falle der Vereinbarkeitssystem wie Erwerbsarbeit mit den zusorgenden Tätigkeiten, Kehrarbeit und da gab's zu... Zu Beginn von Corona eben diese lustige Idee, dass ja jetzt Homeoffice die Lösung all unserer Herausforderungen ist.

00:13:58: Weil dann kann ich das ja gleichzeitig tun und für mich war daran mal so ganz deutlich zu sehen Nein, gar nicht.

00:14:05: Es geht nicht darum, dass sich alles gleichzeitig und in einer Zeitlogik-Tour... Also das Meeting findet um vierzehn Uhr statt aber ob das Kind um fünfzehn oder fünfzehnt?

00:14:13: Das braucht Zweisicherheit vorherig!

00:14:15: Und das führt zu einem unglaublichen Stress und es ist nur das Brennenglas darauf.

00:14:19: also erleben wir an ganz vielen unterschiedlichen Stellen Deswegen kann diese Unterordnung aus unversichtlich funktionieren Dass sie irgendwo müssen die beiden ein bisschen Erwerbs- und Kehrtätigkeiten auf Augenhöhe stattfinden dürfen Und vieles in unserem Buch dreht sich eigentlich um diesen dann doch recht radikalen Gedanken, der so in unserer Gesellschaft gar nicht mehr existiert.

00:14:42: Es geht eher uns wegorganisieren der Kehrtätigkeiten als uns integrieren überhaupt von Erwerb in eine Lebensferalität, die ja eigentlich das Leben vielmehr ausmacht!

00:14:53: Trotzdem haben wir beide Bereiche da.

00:14:55: Viele arbeiten in Situationen, wo sie es miteinander verbinden müssen und unter einen Hut bringen müssen.

00:15:04: Habt ihr da Beispiele?

00:15:05: Wo die Carrying Companies ansetzen um da schon ein Schritt nach vorn zu gehen und das Ganze in die Zukunft zu führen?

00:15:12: Ja ich glaube der härteste Faktor und dass ist wenig überraschend aber einfach was im Zentrum steht wenn wer über die Frage diskutieren.

00:15:21: Wie kriegen wir es eigentlich hin, dass Erwerbsarbeit und Kehrarbeit nebeneinander existieren und es nicht so ein starkes Gefälle gibt?

00:15:30: Das ist einfach der härtesten Faktor Zeit.

00:15:32: Wir hatten mehrere Unternehmen untersucht, die auch tatsächlich eine Reduktion der Wochenarbeitszeit haben.

00:15:37: Da war auch vom Elektro-Handwerkbetrieb über die Agentur das am radikalsten macht was nachvollziehbar ist weil es einfach an der Tätigkeit selbst liegt im Geschäftswerk.

00:15:46: Es ist viel kreativer Arbeit.

00:15:47: Kreative Arbeit findet sowieso oft nicht unbedingt nur am Schreibtisch statt sondern ich gehe spazieren und plötzlich weiß ich wie die Typo für meinen Kunden sein muss oder was auch immer.

00:15:56: Aber wir hatten eben auch Unternehmen ein und du hast es eben genannt aus Berlin, die total schnell entschieden haben für uns.

00:16:03: Sie haben viel experimentiert.

00:16:05: Jeder so ein bisschen wie hier will eine Zeit lang.

00:16:06: das schafft aber dann auch wieder Ungerechtigkeiten Und irgendwann waren sie an dem Punkt, dass die gesagt haben für uns alle am besten sind.

00:16:11: Zweiunddreißig Stunden die Woche und da ist es egal ob ich ein Kind habe oder nicht, ob ich jemanden pflege oder nicht weil zweiunddreißig Stunden heißt das ich pro Woche acht Stunden mehr Zeit hab dich im Zweifelsfall und das ist ein wahnsinnig wichtiges Thema in diesen Zeiten.

00:16:24: Im Buch gehen wir teilweise darauf ein.

00:16:26: Zeit für politisches und ehrenamtliches Engagement.

00:16:29: also wir haben einen Moment eine politische Gesamtsituation, in der es glaube ich total oder das ist meine persönliche Perspektive wahnsinnig wichtig ist dass wir alle Raum haben Zeit haben rauszugehen in die Gesellschaft mitzumachen und was Gutes draus zu machen weil wir Keppel gerade.

00:16:45: Ihr nennt das im Buch Zeitwohlstand.

00:16:48: Das ist so als jemand die mit Momo aufgewachsen ist und den Zeitdieben ein sehr schöner Begriff und ein sehr schönes Ziel.

00:16:57: Ich habe mich gefragt, wie kann ich dieses Recht einfordern ohne dass sich jetzt gleich in meinem Betrieb den Eindruck vermitteln?

00:17:03: Ich hab keinen Bock mehr.

00:17:04: Ich bin eine Minderleisterin und will mehr Freizeit haben was meiner Generation weniger vorgeworfen wird aber was ja gerade denen die jetzt ins Berufsleben starten also der Generation Z die schon drin ist aber auch der Generation Y vorgeworschen wird.

00:17:21: Also total schwierige Frage weil es gibt in Organisationen und Unternehmen eine Kultur, die es dann entweder strukturell kulturell ermöglicht dass das besprochen werden kann oder dass das Willkommen geheißen wird selbst wenn es noch keine Caring Companies sind.

00:17:37: wenn ich auf eine solche Organisation treffe, dann ist es gut.

00:17:40: Dann wird es relativ einfach mich da das auszuhandeln was ich brauche.

00:17:45: und es gibt aber

00:17:46: auch und

00:17:47: glaube also meine Wahlnehmer nach zunehmend eben diese ganz starken Fokus auf Leistung von dem ich jetzt irgendwie gedacht hätte wir wären schon dahinter.

00:17:55: jetzt begegnet er mir immer öfter wieder Und Ich glaube die Idee sich außerhalb der eigenen Organisation mit der man im Abhängigkeitsverhältnis steht, sich zum Beispiel in solchen Räumen darüber auszutauschen.

00:18:13: Was ist mir wichtig und seine eigene Haltung und Meinung dazu zu stärken?

00:18:16: Und auch zu merken,

00:18:17: ich kann da zustehen.

00:18:19: Ich habe der Organisation etwas zu bieten.

00:18:21: Es war eine Arbeitszeit von thirty-two Stunden und in der bin ich hochkonzentriert, hochfokussiert.

00:18:26: Ich hab mal einen Vorschlag gemacht, dass ich meinen zukünftigen Chef oder in dem Vorstellungsgespräch bin.

00:18:31: Ich bin darüber in den Austausch gegangen wie es denn wäre, private Handys nicht mehr am Arbeitsplatz zu benutzen Vielleicht auch, um zu signalisieren.

00:18:38: Ich kann nicht vierzehn Stunden arbeiten aber ich habe schon Ideen wie es gehen kann dass das trotzdem funktioniert.

00:18:46: und meine Gedanken und Idee dazu und auch die Haltung dahinter, das möchte ich nicht mehr.

00:18:51: Die kommt halt aus dem Außen wenn ich sie in der Organisation selber nicht finde.

00:18:55: also das wäre so meine Idee sich dazu festigen in der Haltung.

00:18:58: wie will ich mit meiner Zeit irgendwie gehen?

00:19:00: Zu sich selber!

00:19:01: Ja, ich find auch Zu dieser Debatte, du hast es gerade stichwortartig genannt.

00:19:06: Die Jungen und die Faulen usw.. Das hat eben jetzt gerade auch ein Narrativ das total gut auf das Einzeit was wir von dieser Leistungsgesellschaft wollen.

00:19:17: Gleichzeitig haben wir so viele Studien inzwischen sowohl in Deutschland als auch in Großbritannien und ich persönlich finde immer... Und deshalb war es uns auch wichtig, an der Stelle nicht immer nur mit der Perspektive zu argumentieren.

00:19:27: Da sind Familien und die brauchen eine Zeit sondern eben auch diese anderen Ideen vom Fürsorge, den ich eben genannt habe und dass wir zu pflegende Angehörige haben werden gab's ja heute auch ein Talkzug glaube ich hier.

00:19:38: das wird eklatant zunehmen in den nächsten Jahren.

00:19:40: Wir werden diese Pflegekrise nicht mit Personal komplett abdecken können.

00:19:44: Das heißt wahrscheinlich würde es darauf hinauslaufen dann vermutlich auch wieder Frauen, die gerade mal aus der Mutterschaft raus sind.

00:19:51: Kinder aus dem Haus und vielleicht beruflich ein bisschen durchstarten können ja und dann muss halt die Schwiegermutter gepflegt werden und das wird wahrscheinlich die Frauen vor allem wieder treffen.

00:20:00: Das Narrativ was wir da gerade haben zahlt auf dieses Leistungsgesellschafts Thema ein.

00:20:04: und gleichzeitig wenn man uns die Studien zu vier Tage Woche angucken gibt es für mich immer ein ganz hartes Argument und das zeigen alle Studien Die Mitarbeitenden sind gesünder und sie sind zufriedener.

00:20:15: Ich weiß gar nicht, wo man da noch diskutieren muss.

00:20:17: Also worüber man diskutieren müssen ist die Frage wie kann es aussehen?

00:20:21: Das Elektro-Unternehmen, das wir untersucht haben, die haben keine vier Tage Woche.

00:20:24: Die haben das anders für sich gelöst weil das mit dem Arbeiten am Bau nicht möglich ist.

00:20:28: Wie gesagt, die Agentur macht so einen fünf Stunden Tag.

00:20:31: Die Frage der Ausgestaltung ist relevant und interessant aber die Frage warum sollten wir das tun?

00:20:37: also ich finde die Antwort liegt auf den Tisch.

00:20:39: Vier Tage Woche in aller Munde.

00:20:41: du sagst schon im Baugewerbe geht's nicht in der unterbesetzten Krankenpflege schwierig.

00:20:47: Wie können wir uns trotzdem in diese Richtung entwickeln, dass es ein Modell für mehr Menschen wird?

00:20:54: Wie wichtig ist da das Umdenken bevor es Wirklichkeit werden kann?

00:21:00: Ja die Frage kommt natürlich auch im Zuge der politischen Diskussion total häufig Und irgendwann haben wir festgestellt für uns, wir können sie politisch nicht diskutieren.

00:21:08: Also ich stehe dazu – Ich kann sie politische nicht diskutiert werden, weil mir da der ganze volkswirtschaftliche und finanziekonomische Background zu fehlt, dann werde ich überrannt von Sachen wo ich keine Antwort darauf habe.

00:21:21: Und in dem Zuge haben wir gemerkt das was wir anbieten in unserer Rolle als Organisationsentwicklerinnen ist ja zu sagen Wir können es aber individuell und damit als Inspiration für Unternehmen, die sich damit identifizieren.

00:21:34: Also wenn wir einen Handwerksbetrieb gehabt haben mit dem wir das gemeinsam entwickelt haben und so können wir andere Handwerkesbetriebe sicher darin unterstützen es zu tun während die politischen Frage eben auf einer anderen Stelle gelöst werden muss.

00:21:49: Und dann ist es ja auch noch eine individuelle Frage wie viel kann möchte ich arbeiten um diese drei Dimensionen ein bisschen zusammenzubringen?

00:21:57: Das ist gerade ein Feld des Ausprobierens.

00:21:59: Wir werden das nicht in den nächsten fünf Jahren als Blaupause haben, meine Idee dazu, sondern wir werden gute Ideen und Modelle gemeinsam entwickeln und die werden andere hoffentlich nach sich ziehen.

00:22:11: Und genau an anderen Aktuellen sind aus Gesundheitswesen.

00:22:14: Die Studien sprechen ja klare Worte.

00:22:18: Die mentale Gesundheit wird nicht mehr abnehmen in ihrer Bedeutung und dafür spielt die Zeit eine extrem große Rolle.

00:22:27: Ja, ich meine die Zahnarzt-Ehefrau aus der Werbung, die dann die Zarnpasta empfiehlt und dem Arzt den Rücken frei hält.

00:22:34: Die gibt's halt heute in der Form nicht mehr Und man klagt immer zu wenig Leute in der Medizin, zu wenig in den Lehrberufen.

00:22:42: Aber es bringt ja auch nichts wenn man die Leute prügelt, Vollzeit machen zu müssen und dann gehen sie entweder ganz raus wie man es in der Krankenpflege nach der Pandemie erlebt hat oder Sie brennen aus und fallen dann drei Monate mit Burnout aus.

00:22:55: Gleichzeitig sind seit Corona oder länger schon seit, ich glaube, seit zehn Jahren haben wir einen Höchststand.

00:23:01: Ich kann die Zahl jetzt leider nicht nennen, aber ein Höchstand der Mitarbeitenden, die von sich selbst sagen, ich habe quasi schon ändertlich bekündigt beziehungsweise, ich hab keinerlei Identifikation mehr mit meinem Job und meiner Tätigkeit.

00:23:14: Und das ist ja auch... also wie kann ich mir vorstellen, dass in meinem Unternehmen fünfzig-sechzig Prozent meiner Belegschaft eigentlich morgens hingehen und denken Hauptsache, der Tag ist irgendwann rum.

00:23:25: Wie kann ich mir vorstellen dass da produktiv gearbeitet wird?

00:23:29: Es funktioniert, es geht ja gar nicht zusammen und ich glaube das sind diese ganzen Kretchenfragen die wir uns nicht trauen zu stellen.

00:23:35: Frage nach Wachstum wie viel Wachstone braucht es?

00:23:38: welchen Wachston wollen wir weil ich meine am Ende des Tages viele kranke Mitarbeiter dazu produzieren ist auch wieder nichts anderes als eine Externalisierung von Kosten.

00:23:48: Das ist das gleiche wie Umweltverschmutzung, da übernimmt ein Unternehmen keine Verantwortungen und fragt sich nicht was machen wir hier eigentlich mit den Leuten dass die Reihenweise ins Burnout gehen?

00:23:57: Das ist ein Thema zu groß um das Fass komplett aufzumachen.

00:24:01: aber ich wollte doch einmal kurz fragen habt ihr ne Idee wie KI künstliche Intelligenz in den nächsten Jahren eine Rolle spielen könnte?

00:24:12: Also es ist ein super relevantes Thema.

00:24:14: KI ist ja jetzt quasi so ein bisschen die Wiederholung von Digitalisierung, als ich berufstätig wurde und in die Beratungen gegangen bin.

00:24:20: aber gerade diese große digitale Transformation bei der ich sehr oft in Deutschland denke dass wir da eigentlich immer noch sind wo wir vor zehn zwölf Jahren waren.

00:24:28: So fühlt sich zumindest manchmal an und jetzt haben wir eine weitere Entwicklung wie auch relativ schnell mit sehr viel Geschwindigkeit

00:24:35: kamen.

00:24:36: Ich persönlich sehe da drin eine total große Chance.

00:24:39: Also John Maynard Kins hat mal gesagt, im Jahr und ein paar Stunden werden wir nur noch fünfzehn Stunden die Woche arbeiten weil die Maschinen werden die Arbeit machen und das ist eigentlich ein total schönes Ideal.

00:24:49: Das Gegenteil ist der Fall.

00:24:51: Politisch und auch in den Unternehmen, wo ich arbeite, als Beratentäter sind wir sich vor allem das die Menschen alle erschöpft sind und dass man wenn man es auf einen Satz bringt sagen kann Arbeit funktioniert nicht mehr.

00:25:01: Und die Digitalisierung und vor allen seit Corona hat alles viel schlimmer gemacht.

00:25:06: also wo man dachte hey cool wir reisen nicht mehr soviel Wir können Computer anmachen oder ein Videocall machen für muss ich durch Deutschland fahren.

00:25:13: Und das, was aber zu beobachten ist, dass durch diese Zeitverdichtung auch eine Arbeitsverdichtigung stattfindet.

00:25:18: Das ist leider so ein bisschen.

00:25:19: damit setzen wir uns wie ich finde viel zu wenig auseinander einen menschlichen Reflex.

00:25:24: Ich frage dann an der Stelle immer ganz gerne um das einmal deutlichzumachen wer von euch oder euch Zuhause hat eine Spülmaschine?

00:25:30: Einmal die Hand heben So und wer von euch legt sich aufs Sofa, liest ein Buch macht eine schöne Sache die man so unter Selfcare vielleicht verbuchen könnte weil man sich denkt ach schön die Spimmmaschine macht gerade meinen Job.

00:25:43: Das macht niemand.

00:25:44: also was wir beobachten können ist wir haben immer mehr Technik die uns eigentlich Arbeit abnimmt Und es ist was Urmenschliches, dass wir etwas um draufsetzen.

00:25:53: Also wir halten diese Lücke nicht aus und das wäre meiner Meinung nach... Wir können darüber reden, was für KI-Systeme wir brauchen aber eigentlich müssen wir darüber reden wie wir uns besser verhalten und besser damit umgehen, damit wir eben wirklich sagen können, ha cool bis zu zwanzig dreißig ist echt nicht mehr so lang.

00:26:08: Vielleicht kann man es mal als Markierung geben und sagen schaffen's bis dahin die Zwanzigstundenwoche einzuführen.

00:26:13: ich bin da mal ein bisschen frech also werden.

00:26:15: schönes Ziel.

00:26:15: Ich würde mich auch interessieren, was die Politik dazu sagt.

00:26:18: Ich kann mir vorstellen, was es die meisten dazu sagen.

00:26:20: Was können schönes Experiment sein?

00:26:22: Was können wir wenn wir Angestellte sind und möglicherweise auch gar nicht in der Führungsposition also nicht mal eben so entscheiden können

00:26:33: denn

00:26:33: mitnehmen um aktiv ein Kulturwandel In unserem Unternehmen mit anzustoßen?

00:26:41: habt ihr da Ideen?

00:26:44: Ja, ich glaube wir haben ein paar Ideen.

00:26:45: Das eine was ich so wichtig finde habe dich eben schon mal in einer anderen Frage oder einen anderen Antwort gesagt ist die Auseinandersetzung damit und es finden eine eigenen Haltung und stabilisieren diese Haltung durch auseinandersetzen und reflektieren mit Menschen, die dafür etwas zu sagen haben.

00:27:04: Und eine andere Idee ist meine eigene Muster mehr anzuschauen.

00:27:08: also in Unternehmen bin ich Weiblich diejenige, die sich darum kümmert.

00:27:14: wie geht es den KollegInnen?

00:27:16: Die neben dem eigenen Job auch noch Kehrtätigkeit für und in Unternehmen übernimmt was total häufig vorkommt.

00:27:23: Und dieses Muster vielleicht mal aufzubrechen dann gibt es sprachlich total viele Muster die Spaß macht.

00:27:29: wenn man an Sprache Spaß hat aufzubbrechen

00:27:32: kann zum Beispiel geben?

00:27:34: Working Moms ist ein Beispiel wo's einem auch anders werden kann weil genau unter die Frage wann hast du nach der Geburt wieder angefangen zu arbeiten?

00:27:42: zwei Sekunden, würde ich sagen.

00:27:43: Ganz gedauert ist das Kind dann einfach dasjenige wahrfühlt und mit dem die zusorgenden Tätigkeiten einzutun waren.

00:27:50: Also Sprache macht total Spaß für aufmerksam zu werden auch gerne in den männlichen Sprachkonstrukten.

00:27:59: sich mal irgendwie umzuschauen ist zu hinterfragen.

00:28:02: vielleicht ist Spaß auch ein gutes Wort dabei.

00:28:03: also ich finde gerade bei so kämpferischen und mit gut aufgeladenen Themen zwar nicht frei von mit Freude und Spaß zu machen.

00:28:13: Und da muss halt jeder so ihr Ding finden, wo es immer gut mitgeht.

00:28:18: Danke Lena Schlußberger!

00:28:20: Danke

00:28:20: erst von mir!

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