Frauen in der Politik: “Niemand wartet auf uns – aber alle brauchen uns.”

Shownotes

Sind Frauen “Zu anders für die Macht?“ – diese Frage stellt das Buch der EAF Berlin. Diese Podcast-Folge beleuchtet, wie mutige Frauen für Gleichberechtigung in der Politik kämpfen. herCAREER-Redakteurin Kristina Appel spricht mit Stefanie Lohaus, Mitbegründerin des Missy Magazine und Geschäftsführerin der EAF Berlin.

Stefanie liest im Gespräch auch Auszüge aus dem Buch vor – unter anderem Berichte von Kommunalpolitikerinnen und Bundestagsabgeordneten, die sehr konkret von Vereinbarkeit, psychischer Gesundheit, Hass und Gewalt erzählen. Die Folge schildert, warum der Politikbetrieb immer noch für privilegierte Männer ohne Fürsorgepflichten gebaut ist und was das für deinen Alltag als Frau und Mutter bedeutet – von Kita-Plätzen über Pflegeverantwortung, bis zur Sicherheit im öffentlichen Raum.

Gleichzeitig versucht das Gespräch zu zeigen, dass viele Frauen trotz dieser Bedingungen im Politikbetrieb bleiben: überparteiliche Allianzen, sichtbare Veränderungen vor Ort in der Kommunalpolitik und Netzwerke, die speziell Frauen und marginalisierte Personen stärken. Genauso wie das Buch ist befasst sich auch dieses Gespräch mit politischem Engagement von der Kommunalen bis zur Bundesebene bis in die Bundesregierung.

Wenn du dich fragst, ob Politik etwas mit deinem Leben zu tun hat – und ob du selbst „zu anders für die Macht“ bist –, ist diese Folge für dich.

_ Lösungsansätze aus der Folge: _

**Politik alltagstauglich machen ** Familienfreundliche und barrierearme Rahmenbedingungen: klar definierte Sitzungszeiten (z.B. Ende am späten Nachmittag wie im schwedischen Parlament), digitale und hybride Formate, verlässliche Erstattung von Kinderbetreuungskosten, Still- und Ruheräume, barrierefreie Räume für Rollstuhl und Kinderwagen.

**Schutz vor Gewalt und digitale Zivilcourage **

Konsequentere Strafverfolgung von Hass und Drohungen, bessere Ausstattung von Polizei und Staatsanwaltschaft, klare Verantwortlichkeiten bei Plattformbetreibenden.

**Netzwerke, Mentoring und Diversität als Prinzip **

Auf überparteiliche Zusammenschlüsse von Frauen und Verbündeten setzen, um Gesetzesinitiativen durchzubringen – wie beim gestaffelten Mutterschutz nach Fehlgeburten.

**Weiterführende Links **

„Zu anders für die Macht? Wie mutige Frauen für Gleichberechtigung in der Politik kämpfen“, Hrsg. Tannaz Falaknaz, Cécile Weidhofer, Stefanie Lohaus, Verlag Herder

EAF Berlin – Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft.

Studien und Projekte

Studie „Mit Kind in die Politik – Gute Praktiken für die Vereinbarkeit von Mandat, Familie und Beruf“, EAF Berlin.

Projekt „Frauen.Vielfalt.Politik.“ der EAF Berlin

Helene-Weber-Kolleg (Förderung von kommunalpolitisch engagierten Frauen)

Organisationen und Programme:

HateAid – Beratung und Unterstützung bei digitaler Gewalt

Joint Politics – Programm für junge Menschen, die Politik mitgestalten wollen.

Katholischer Deutscher Frauenbund

Studie zu digitaler Gewalt gegen politisch Engagierte (TU München & HateAid)


Über herCAREER Voice

Der Podcast herCAREER Voice liefert wertvolle Einblicke in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft, immer verknüpft mit persönlichen Erfahrungen und vor allem aus weiblicher Perspektive. Wechselnde Moderator:innen und Gäst:innen aus unterschiedlichen Unternehmen, Redaktionen und Arbeitsumfeldern bieten vielseitige und praxisnahe Erfahrungswerte für die Hörer:innen. https://www.her-career.com/podcastherCAREER ist die führende Plattform für die weibliche Karriere. Hier erwartet dich ein einzigartiges Netzwerk mit individuellen Job-Chancen und jede Menge inspirierender Content wie Podcasts, Vorträge und Panels live auf herCAREER Expo oder online im Rahmen unserer herCAREER Academy. Wir heißen alle Menschen willkommen – im Besonderen Frauen, denen wir die Chance geben, von diesem besonderen Möglichkeitsraum zu profitieren. https://www.her-career.com

Dieses Gespräch wurde im Rahmen der herCAREER Expo 2025 aufgezeichnet und als Podcast aufbereitet. Mehr über die herCAREER Expo unter www.her-career.com/expo

The herCAREER podcast provides valuable insights into business, science, politics and society, always linked to personal experiences and above all from a female perspective. The podcast features a variety of presenters and guests from different companies, editorial teams and working environments, offering listeners a wide range of practical experiences. https://www.her-career.com/en/podcast herCAREER is the leading platform for women’s careers. We offer a unique network with personalized job opportunities and a wealth of inspiring content such as podcasts, lectures, and panels. You can experience these events live at herCAREER Expo or access them online through our herCAREER Academy. While we welcome everyone, our primary focus is empowering women to seize their opportunities. https://www.her-career.com/en

This conversation was recorded at herCAREER Expo 2025 and edited into a podcast. Find out more about the herCAREER Expo at www.her-career.com/expo.

Projektleitung: Natascha Hoffner Redaktion: Kristina Appel Produktion: Bernhard Hiergeist

Transkript anzeigen

00:00:00: Wenn man sich das System anguckt, dann müsste man dringend mal, ich

00:00:03: sag mal, so eine Art feministische Unternehmensberatung hinschicken.

00:00:07: Weil ganz viele Dinge, die verändert werden müssten, sind gar

00:00:10: nicht kompliziert. Und dann, also der Wille sozusagen

00:00:13: fehlt und natürlich teilweise auch Ressourcen.

00:00:16: Aber ganz viele Sachen lassen sich ohne Ressourcen einführen.

00:00:20: Also man müsste einfach nur die Regeln ändern.

00:00:30: Willkommen beim HerCareer Podcast. Du interessierst dich für aktuelle

00:00:40: Diskurse aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und

00:00:43: Gesellschaft und das insbesondere aus einer

00:00:45: weiblichen Perspektive? Vielleicht wünschst du dir

00:00:48: persönliche Einblicke in den Arbeitsalltag von Menschen und

00:00:50: Unternehmen, die sich dem gesellschaftlichen

00:00:52: und wirtschaftlichen Wandel stellen.

00:00:55: Dann bist du hier genau richtig. In der Politik wartet niemand auf

00:01:01: Frauen. Aber wir bräuchten sie wirklich dringend.

00:01:06: Denn wenn Politik einfältig und nicht vielfältig ist, hat das

00:01:09: direkte Folgen auf deinen Alltag. Vom Kita-Platz über Pflegegrade

00:01:13: bis hin zu deiner Sicherheit im öffentlichen Raum.

00:01:16: In dieser Live-Aufnahme sprechen Stefanie Lohhaus von der EAF Berlin

00:01:20: und Kristina Appel über die vielen strukturellen Hürden, denen Frauen

00:01:23: in der Politik begegnen. Lohaus liest Erfahrungsberichte

00:01:27: aus dem Buch Zu anders für die Macht.

00:01:30: Es sind Eindrücke und Erlebnisse von PolitikerInnen aus erster Hand.

00:01:34: Sie diskutieren über die Frage, wie Politik nicht nur Frauen,

00:01:38: sondern auch Menschen mit Rassismuserfahrungen, Behinderung,

00:01:41: chronischen Erkrankungen oder Neurodivergenzen Raum geben kann.

00:01:44: Und warum das unserer Gesellschaft wirklich guttun würde.

00:01:55: Hi, hallo, herzlich willkommen. Schön, dass ihr da seid.

00:02:01: Mein Name ist Kristina Appel. Ich schreibe freiberuflich für Her

00:02:03: Career und bin Journalistin mit dem

00:02:06: Schwerpunkt Chancengerechtigkeit. Und ich freue mich, dass du heute

00:02:09: hier bist, Stefanie Lohaus. Du bist Journalistin und Autorin.

00:02:13: Du bist eine der Mitbegründerungen des Missy Magazins, was ihr

00:02:15: hoffentlich alle kennt. Und bist auch immer noch

00:02:18: Mitherausgeberin, wenn ich das richtig sehe.

00:02:20: Genau, und Anteilseignerin des Verlags.

00:02:22: Ah, hervorragend. Du bist heute bei uns als Mitglied der

00:02:26: Geschäftsführung und Leiterin der Kommunikation beim EAF Berlin

00:02:29: und als Mitherausgeberin des Buchs So anders für die Macht, wie mutige

00:02:33: Frauen für Gleichberechtigungen in der Politik kämpfen.

00:02:37: Vielen Dank, dass du da bist. Erstmal, ich glaube, müssen wir

00:02:40: klären, warum wir zwei weiße, äußerlich sehr normative Frauen

00:02:44: hier sitzen, um darüber zu sprechen, was andere

00:02:47: Frauen in der Politik erleben. Warum sprechen wir über die Frauen

00:02:51: im Buch? Genau, also das Buch ist ein

00:02:54: Herausgeberinnenband von mir und meinen zwei Arbeitskolleginnen,

00:02:58: Tanas Völler-Knass und Cécile Weidhofer.

00:03:01: Wir arbeiten alle, insbesondere meine Kolleginnen, seit vielen

00:03:04: Jahren im Themenfeld Frauen in der Politik.

00:03:08: Also die EAF macht ganz viele Jahre schon Projekte, hat Studien

00:03:11: herausgegeben, die sich damit beschäftigen, warum

00:03:15: unsere Politik so, ich sag mal, einfältig ist

00:03:19: und eben genau nicht vielfältig, also vor allem männlich, aber auch

00:03:23: eben weiß. Klassismus ist ein Riesenthema,

00:03:26: vor allem die meisten PolitikerInnen entstammten der

00:03:29: Mittelschicht, sind AkademikerInnen und so weiter

00:03:31: und so fort. Und all diese Themen behandeln wir

00:03:35: in dem Buch, aber eben so, dass wir,

00:03:39: wir sind als Herausgeberin tatsächlich nicht alle so gleich.

00:03:43: Also Tanas Familie stammt aus dem Iran, Cecile ist Französin.

00:03:47: Aber wir haben vor allem die Frauen selber sprechen lassen.

00:03:50: Also wir haben ganz viele Kommunalpolitikerinnen, Expertinnen

00:03:54: gefunden, die uns beschrieben haben, wie ist Politik für sie.

00:03:58: Und da haben wir tatsächlich extrem auf Vielfalt geachtet.

00:04:02: Aber ich bin heute da als Repräsentantin für die vielen

00:04:04: Stimmen. Und wir haben uns gedacht, weil

00:04:07: die Frauen eben auch nicht hier sind, dass Stefanie auch aus dem

00:04:10: Buch lesen wird, damit deren Stimmen auch hier so ein bisschen

00:04:12: Raum finden. Aber ich fange erstmal an mit der

00:04:15: Frage zu anders für die Macht. Auf welche Art und Weise sind denn die

00:04:18: Protagonistinnen in diesem Buch anders?

00:04:22: Naja, wenn man sich die Politik historisch anschaut, dann haben wir

00:04:26: ja das Problem, dass die Demokratie in einer Zeit erfunden wurde für

00:04:30: eine ganz bestimmte Personengruppe und dass es explizite Ausschlüsse

00:04:34: gab. Also wir wissen, Frauen mussten

00:04:37: sich das Wahlrecht sehr, sehr, sehr mühsam erkämpfen.

00:04:41: Die waren in den Grundanfängen der Demokratie, also auch bis hin

00:04:44: zurück zur französischen Revolution, nicht vorgesehen.

00:04:48: Also es ging ja erstmal um Mitbestimmungsrechte für Männer,

00:04:52: Bürger, also reiche Männer sozusagen, reiche, weiße Männer.

00:04:56: Und alle anderen wurden explizit ausgeschlossen.

00:04:58: Und die Art und Weise, wie Politik funktioniert, zum Beispiel, dass

00:05:02: Menschen, die auch noch andere Verpflichtungen haben, zum Beispiel

00:05:07: Kinder oder Sorgearbeit und nicht unendlich Zeit haben für dieses

00:05:11: Thema, die fanden da nicht statt. Und das Problem ist sozusagen,

00:05:15: dass diese Regeln sich bis heute fortschreiben. Und wer fühlt sich

00:05:18: überhaupt angesprochen oder kommt überhaupt auf die Idee, dass

00:05:22: Politik ein Feld ist, wo ich aktiv die Gesellschaft gestalten kann und

00:05:25: so weiter. Schon da geht es los damit, dass

00:05:29: ganz viele Personengruppen überhaupt nicht denken,

00:05:33: dass das für sie relevant sein könnte.

00:05:35: Die engagieren sich gerne sozial. Also es gibt überhaupt keinen

00:05:38: Geschlechterunterschied zum Beispiel im Engagement.

00:05:42: Aber bei Frauen ist es dann typischerweise sowas wie

00:05:45: Elternvertretung in der Schule oder soziales Engagement.

00:05:49: Und die Politik, die so wichtig ist, weil sie uns alle betrifft,

00:05:52: das fällt vielen gar nicht erst ein.

00:05:54: und dann stoßen sie natürlich auch noch auf wahnsinnig viele Hürden,

00:05:56: über die wir bestimmt gleich sprechen.

00:05:59: Und im Buch sind Frauen vertreten mit migrantischem

00:06:02: Familienhintergrund zum Beispiel, mit auch Neurodivergenzen,

00:06:06: Menschen mit Behinderung. Wie leicht war es, die Frauen zu

00:06:09: überzeugen, in dem Buch zu reden? Wie groß war der Redebedarf über

00:06:13: ihre Realität in der Politik? Es war nicht so schwer.

00:06:17: Tatsächlich haben die meisten von uns angesprochen Politikerinnen,

00:06:22: muss man sagen, sofort Ja gesagt, weil alle in diesem Politikbetrieb

00:06:27: auch überparteilich, egal ob von konservativen Parteien oder von

00:06:33: linken Parteien, alle dieselben Erfahrungen machen.

00:06:38: Also Erfahrungen mit Unvereinbarkeit.

00:06:42: Also der Politikbetrieb ist einfach unglaublich

00:06:45: menschenfeindlich, muss man sagen. Sehr viele Erfahrungen mit Hass

00:06:48: und Gewalt, was leider auch wirklich, wirklich so stark

00:06:51: zugenommen hat. Was auch schwierig ist für uns,

00:06:54: weil wir sagen immer, Frauen kommt in die Politik, Politik ist so

00:06:57: toll. Und mittlerweile fragt man sich

00:06:59: manchmal, ob man das noch so empfehlen kann.

00:07:02: Und diese Erfahrungen davon zu berichten und aber auch von guten

00:07:05: Beispielen. Also es ist nicht nur ein Buch, wo

00:07:08: es darum geht, wie schlimmer ist es, auch ein Buch, das tatsächlich

00:07:11: Lösungen und Auswege und gute Beispiele zeigt.

00:07:14: Das hat doch viele angesprochen und es läuft auch ganz gut, muss

00:07:16: man sagen. Das freut mich total.

00:07:20: Lass uns gleich mit dem ersten Thema anfangen, was wahrscheinlich

00:07:22: auf der Hand liegt. Du hast es schon gesagt, für

00:07:25: Frauen ist die Frage nach Vereinbarkeit, wie vereinbare ich

00:07:28: meinen Vollzeitberuf mit meiner Familie ein riesengroßes Thema.

00:07:31: Jetzt kommt aber in der Politik und das haben wir noch gar nicht

00:07:33: gesagt. Wir haben Berufspolitikerinnen in

00:07:35: diesem Buch, aber auch ehrenamtliche politisch engagierte

00:07:38: Personen. Das heißt, auch da gibt es einen

00:07:41: riesengroßen Querschnitt. Und egal, ob das jetzt bezahlte

00:07:44: politische Arbeit ist oder nicht, der Zeitaufwand, den Politik

00:07:47: wirklich erfordert, ist immens und ist in dem Buch für mich nochmal

00:07:51: viel deutlicher geworden. Wenn wir jetzt zum Beispiel ein

00:07:54: sehr aktuelles Beispiel nehmen, Hanna Steinmüller.

00:07:56: Die Grünen-Politikerin hat ihr Kind im Bundestag mit am Rednerpult

00:08:00: gehabt und die Presse fand es großartig.

00:08:04: Ich fand es auch großartig in seiner Symbolik, aber ich frage

00:08:08: mich, warum müssen wir das so aufbauschen?

00:08:12: Für welches Problem steht das stellvertretend?

00:08:15: Da passiert tatsächlich interessanterweise ein bisschen

00:08:17: was. Also es gab schon vor, ich

00:08:20: schätze, ungefähr zehn Jahren mal eine überparteiliche Initiative von

00:08:24: Müttern im Bundestag, die gesagt haben, wir brauchen

00:08:28: wenigstens mal sowas wie ein Stillzimmer oder Kinderbetreuung.

00:08:32: Wir können ja einfach nicht mehr arbeiten, sobald wir Kinder haben,

00:08:35: weil Sitzungen, also vor allem in der

00:08:38: Bundespolitik, in der Kommunalpolitik ist es halt eben

00:08:41: aber auch leider vor allem immer abends,

00:08:44: findet ja quasi rund um die Uhr statt.

00:08:45: Da kann ich, wenn ich ein Kleinkind habe, ich muss das

00:08:47: mitnehmen. Das muss dabei sein.

00:08:50: Und das sind zum Beispiel Initiativen, die schon ein wenig in

00:08:53: die richtige Richtung weisen. Ja, ich weiß nicht, soll ich

00:08:56: einfach mal was vorlesen? Bitte.

00:08:59: Genau, ich habe nämlich hier eine Expertin für diese Thematik

00:09:01: mitgebracht. Und das ist ein Beitrag von Sarah

00:09:05: Zöllner. Sarah Zöllner ist auch

00:09:09: Journalistin und Autorin und hat bereits zwei Bücher auch

00:09:12: veröffentlicht zu diesem Thema. Mütter in die Politik ist ja

00:09:15: aktuell. Ich mache gleich ein bisschen

00:09:17: Werbung für sie. Sie ist ganz toll, ich liebe sie.

00:09:19: Und sie hat auch einen Beitrag beigesteuert

00:09:22: und davon möchte ich ein Stück vorlesen.

00:09:26: Mütter in die Politik mit kleinen Kindern?

00:09:29: Bei uns gibt es das nicht. Ich bin die Einzige im Rat.

00:09:32: Oder schön wäre es, wenn wir mehr Frauen mit kleinen Kindern im

00:09:34: Parlament hätten. So etwa lauten die Aussagen, die

00:09:36: ich höre, wenn ich nach Müttern in der

00:09:38: Parteipolitik frage. Aber auch, es macht unheimlich

00:09:41: Spaß, als Bürgermeisterin etwas zu

00:09:44: bewegen. Ich wollte das Feld nicht den alten weißen Männern überlassen

00:09:48: und als Mutter ist meine Stimme wichtig in der Politik. Das sagen

00:09:52: die Mütter, die bereits politisch aktiv sind.

00:09:56: Sprechen wir über Mutterschaft und politisches Engagement, müssen wir

00:10:00: zwei Tatsachen in die Augen sehen. Erstens, Politik, zumindest wie

00:10:03: sie gemeinhin sichtbar wird, verbunden mit vielen politischen

00:10:06: Ämtern und öffentlicher Repräsentation

00:10:09: ist für viele Mütter einfach sehr weit entfernt von dem, was ihren

00:10:13: Alltag ausmacht. Der Besuch des Kanzlers in China,

00:10:16: die Weltwirtschaftskongresskonferenzen

00:10:18: der MinisterpräsidentInnen. Natürlich hat das alles

00:10:21: irgendetwas mit unserem Leben zu tun,

00:10:23: aber zwischen Hausaufgabenbetreuung, der

00:10:26: Projektvorstellung auf Arbeit und dem nächsten Kinderschnupfen ist es

00:10:29: eben auch sehr weit weg. Wo hier den Einstieg finden in

00:10:32: eine Welt, die uns erst einmal fremd ist?

00:10:36: Uns fehlen die jungen Frauen, insbesondere die, die gerade eine

00:10:38: Familie gegründet haben. Eine Studie der EAF Berlin, also

00:10:42: von uns, bestätigt das. MandatsträgerInnen in der

00:10:47: Familienphase der sogenannten Rush Hour des Lebens

00:10:49: sind in der Kommunalpolitik besonders unterrepräsentiert.

00:10:53: Eine Studie aus Nordrhein-Westfalen zeigt,

00:10:56: 2017 waren lediglich 10,9% der MandatsträgerInnen, also sowohl

00:11:00: Männer als auch Frauen, und 8,9 Prozent der

00:11:05: MandatsträgerInnen in den Kreisen zwischen 36 und 45 Jahre halt.

00:11:10: So, also was braucht es also, damit sich Mütter in den Parteien

00:11:12: engagieren? Zunächst und vor allem das klare

00:11:15: Signal, als Partei, als Ortsverband wollen wir dich als junge Frau und

00:11:18: Mutter. Daher unterstützen wir dich in

00:11:21: deinem Engagement, wo es möglich ist,

00:11:23: durch die zum Beispiel vollständige und unbürokratische

00:11:26: Erstattung der Kinderbetreuungskosten,

00:11:29: die während Sitzungszeiten anfallen.

00:11:31: Durch klare Anfangs- und Endzeiten der Sitzungen und Abstimmungen,

00:11:35: die bei Bedarf hybrid oder in digitaler Form stattfinden können.

00:11:39: Und durch die Haltung innerhalb der Partei,

00:11:41: dass Fürsorgeverantwortung von PolitikerInnen eine Qualifikation

00:11:45: und kein Manko ist. Es hilft enorm, als Mutter mit

00:11:49: kleinen Kindern nicht bei jeder Abend- oder Wochenendveranstaltung

00:11:52: dabei sein zu müssen oder umgekehrt die eigenen Kinder

00:11:55: auch mal mitbringen können, ohne schief angeschaut zu werden.

00:11:58: Und natürlich braucht es ganz praktisch das Wickel- und

00:12:01: Stillzimmer im Rathaus oder barrierefreie Zugänge zu

00:12:03: Sitzungssälen, die nicht nur mit Rollstuhl,

00:12:06: sondern auch mit Kinderwagen gut befahrbar sind.

00:12:09: Vielen Dank. Ja, da waren jetzt viele

00:12:11: Vorschläge drin, die vielleicht so ein bisschen an das neue Arbeiten

00:12:14: erinnern und auch an Dinge, die man

00:12:16: eigentlich am Arbeitsplatz finden möchte,

00:12:19: für die wir auch erstmal kämpfen müssen.

00:12:22: Und es kommt auch mehrmals im Buch vor, dass die Politik tatsächlich

00:12:24: nicht wie ein Unternehmen gehandelt wird.

00:12:27: Also es gelten irgendwie andere Regeln.

00:12:30: Also es ist tatsächlich ganz interessant, wenn man sich das

00:12:32: System anguckt, dann müsste man dringend mal, ich

00:12:36: sag mal, so eine Art feministische Unternehmensberatung hinschicken.

00:12:39: Weil ganz viele Dinge, die verändert werden müssten, sind gar

00:12:42: nicht kompliziert. Also die Lösungen sind theoretisch

00:12:46: ganz einfach. Nur, also es gibt zwei Hindernisse

00:12:50: oder drei Hindernisse. Erstmal die Menschen, die sagen,

00:12:53: wir haben die schon immer so gemacht,

00:12:56: wollen wir nicht verändern, was soll der ganze Quatsch?

00:12:58: Dann die Menschen, die auch davon profitieren,

00:13:00: weil eben ja andere abgehalten werden von diesen Zugängen

00:13:04: und dann der Wille sozusagen fehlt und natürlich teilweise auch

00:13:07: Ressourcen. Aber ganz viele Sachen lassen sich

00:13:10: ohne Ressourcen einführen. Also man müsste einfach nur die

00:13:14: Regeln ändern. Ich fand das interessant, Anke

00:13:17: Domschein-Berg, von der lese ich gleich auch noch was,

00:13:20: die ist ja auch als Quereinsteigerin aus der

00:13:22: Unternehmensberatung in die Politik gegangen,

00:13:24: ist jetzt auch wieder raus, weil sie gesagt hat,

00:13:28: Unternehmensberatung, it's a piece of cake gegen ein Bundestagsmandat.

00:13:32: Und die hat mal erzählt, wie sie in Schweden war auf einer

00:13:35: Delegationsreise und die Parlamentssitzungen

00:13:38: endeten um 16 Uhr, damit alle ihre Kinder abholen können.

00:13:42: Und in Deutschland enden die um 2 Uhr nachts.

00:13:44: Also es ist möglich, es mangelt eben tatsächlich am

00:13:48: Umsetzungswillen. Ich finde, es gab in letzter Zeit

00:13:51: gerade zwei Beispiele, die nochmal zeigen,

00:13:54: wie wichtig es wäre, die Perspektiven von Müttern, jungen

00:13:57: Müttern und Menschen mit Erziehungsauftrag in der Politik

00:14:01: einzubringen. Weil wenn ein Herr Merz sagt, wir

00:14:04: müssen alle mehr arbeiten, bedeutet das in erster Linie,

00:14:08: und ich weiß nicht, ob vorhin vielleicht schon jemand da war, ich

00:14:10: habe es heute nämlich schon mal gesagt,

00:14:12: dass Männer mehr arbeiten werden und Frauen aufgrund der schlechten

00:14:15: Infrastruktur wieder mehr Care-Arbeit übernehmen werden.

00:14:19: Ja, das ist total absurd, weil es sollte ja andersrum sein.

00:14:22: Das Problem liegt darin, dass wir die Frauen nicht besser in

00:14:26: Vollzeitarbeit bekommen oder Arbeitsmöglichkeit bieten.

00:14:31: Und ich glaube auch, dass diese Diskussion um die Pflegestufe 1

00:14:35: nicht gekommen wäre, wenn Frauen mitgesprochen hätten.

00:14:38: Weil wenn die Pflegestufe 1 abgeschafft wird, gehen Frauen in

00:14:42: die häusliche Pflege und nicht Männer und haben dann eine

00:14:46: Erwerbsminderung. Genau, also das Problem ist ja

00:14:49: sozusagen dadurch, dass Politik so einfältig ist, hat das reale

00:14:53: Auswirkungen auf unseren Alltag. Also wir können auch historisch

00:14:56: sehen und es gibt auch Studien, die eben belegen, dass eine

00:15:00: vielfältigere, also so wie Diversity auch für Unternehmen

00:15:03: Gewinn bringt, gilt dasselbe für unsere Politik und damit für die

00:15:07: gesamte Gesellschaft. Es gibt konkrete Beispiele. Wir

00:15:10: haben einen Beitrag von Sabine Leuthäuser-Schnarrenberger, die

00:15:15: darüber spricht, wie Ende der 90er in Deutschland der Straftatbestand

00:15:19: der Vergewaltigung in der Ehe eingeführt wurde.

00:15:23: Und das ging nur über eine überparteiliche Initiative, dass

00:15:27: alle Frauen aus allen Parteien überparteilich sich

00:15:31: zusammengeschlossen haben, der Fraktionszwang aufgelöst wurde und

00:15:35: abgestimmt haben. Es mussten auch noch Männer dazukommen, weil sonst

00:15:38: wären es nicht genug gewesen. Aber genau durch dieses

00:15:42: überparteiliche Zusammenarbeiten sind eben gesellschaftliche

00:15:46: Veränderungen möglich. Und es ist wirklich tragisch, wenn

00:15:50: wir sehen, wie jetzt die Anteile von Frauen in der Politik

00:15:53: zurückgehen, von den Anteilen anderer Gruppen

00:15:56: gar nicht zu sprechen. Also die waren noch nie besonders

00:16:00: hoch, aber wir hatten zum Beispiel im letzten Bundestag ja immerhin

00:16:03: zwei Transfrauen. Und das ist einfach wahnsinnig

00:16:06: wichtig, damit wir vorankommen. Und leider entwickelt es sich eher

00:16:09: in die andere Richtung. Ja, gehen wir weiter.

00:16:13: Also ein großes Thema und wahrscheinlich auch bei sehr vielen

00:16:15: Männern, die sprechen natürlich nicht

00:16:18: drüber, ist mentale Gesundheit. Der Job, und das macht dieses Buch

00:16:22: sehr, sehr deutlich, ist wirklich ein harter, harter Job.

00:16:26: Also der Zeitaufwand, die Leistung, die der Kopf auch

00:16:28: erbringen muss, wenn man diese ganzen Schriften

00:16:31: liest und alles gleichzeitig machen muss.

00:16:33: Ja, es ist, also mir war nicht klar, wie viel es einem abverlangen

00:16:36: kann. wie kann ein politisches System

00:16:39: psychische Gesundheit zu einer Priorität machen?

00:16:42: Wie kann man die Menschen, die sich ja fürs Volk einsetzen sollen,

00:16:45: auch davor schützen, an ihrer Arbeit kaputt zu gehen?

00:16:48: Ja, erstmal eine Zustandsbeschreibung.

00:16:50: Also das ist tatsächlich, fand ich, auch eines der erhellendsten

00:16:53: Kapitel. Da haben wir eben Anke

00:16:57: Domscheid-Berg, die ich gerade schon erwähnt habe, und Dr. Paula

00:17:00: Pichotta interviewt, von der Linken und den Grünen, die

00:17:03: einfach mal darüber geschrieben haben, wie ihre Arbeit so aussieht.

00:17:06: Ja, ich würde am liebsten das ganze Kapitel vorlesen, kann ich

00:17:10: aber nicht. Aber vielleicht vorher, was mir auch überhaupt nicht klar

00:17:14: war, ist, dass die FVM die Arbeit im Bundestag so strukturiert ist,

00:17:18: dass sie nicht leistbar ist. Man muss gleichzeitig an mehreren

00:17:22: Orten sein. Man muss gleichzeitig Parlamentssitzung,

00:17:25: Ausschusssitzung, noch eine andere Sitzung. Man bekommt jeden Tag so

00:17:29: einstabende Vorlagen, die man theoretisch lesen sollte. Man hat

00:17:33: dazu noch Parteiarbeit, Wahlkreisarbeit,

00:17:36: Öffentlichkeitsarbeit. Dann ist auch noch Social-Media-Arbeit

00:17:40: dazugekommen. Ja, und dazu, jetzt muss ich mal

00:17:44: die Steckstelle raussuchen, wird man dann die ganze Zeit noch

00:17:46: beschimpft. Oder die Leute wissen nicht.

00:17:50: So, und ich möchte einmal über die Auswirkungen sprechen.

00:17:54: Unsere Frage, das hat Tanas Falaknass geführt, das Interview.

00:17:57: Gab es für Sie Momente, wo Sie gedacht haben,

00:17:59: das, was ich gerade erlebe in der Partei oder im Bundestag,

00:18:02: das will ich nicht mehr. Wenn es so weitergeht, dann bin

00:18:04: ich raus. Paula Pichotta, was immer wieder

00:18:06: herausfordernd ist, ist die fehlende Zeit für

00:18:08: Kommunikation, vor allem in der Familie und der

00:18:10: Dualität. Sitzungswoche, Wahlkreiswoche. Das

00:18:13: Mandat hat natürlich auch Auswirkungen auf Partnerschaften,

00:18:16: je nachdem, wie die Sitzungswochen laufen. Viele Beziehungen gehen

00:18:20: kaputt und damit auch familiäre und soziale Strukturen, die als

00:18:23: Schutzfaktor für hohe Anforderungen im Beruf wichtig sind.

00:18:27: Es ist ein Aspekt, der wenig beleuchtet ist. Jedes Mandat ist

00:18:30: eine große Hypothek für jede Familie.

00:18:33: Natürlich ist es extrem schwer, wenn man zeitliche Ressourcen hat,

00:18:36: zu erklären, warum man gerade so fertig ist, wann man wie fertig

00:18:39: ist und oft über bestimmte Sachen auch nicht reden darf.

00:18:42: Und Anke schreibt, nachdem ich mich in meinen ersten zwei Jahren

00:18:45: zu viel überarbeitet hatte, bekam ich alle möglichen Symptome.

00:18:49: Ich hatte zum Beispiel zwei Jahre lang Dauerbrechreiz

00:18:52: und wochenlang Dauerschwindel, als wäre ich betrunken, nur ohne

00:18:56: Alkohol. In solchen Phasen zog mich die Bundestagsärztin aus

00:18:59: dem Verkehr zweimal. Ich war am Ende und völlig kraftlos.

00:19:03: Ich konnte mich nicht mehr richtig konzentrieren, brauchte für

00:19:06: einfache Aufgaben, ewig hatte tagelang Migräne.

00:19:09: Dazu kamen immer wieder Herzrhythmusstörungen und

00:19:11: irgendwann eine Gürtelrose im Gesicht.

00:19:14: Ich war ein Wrack. Unfassbar, oder? Ich finde das unfassbar.

00:19:18: Und ich finde es ganz toll, dass Anke da so offen drüber spricht.

00:19:21: Weil das ist ja das Ding. Wir haben auch Männer, die Herzinfarkte

00:19:24: haben und Tod umfallen im Parlament usw.

00:19:28: Aber es wird nie drüber gesprochen.

00:19:29: Es wird nie drüber gesprochen. Und was sind die Lösungen, die die

00:19:33: Frauen haben? Noch ganz kurz eine Lösung von

00:19:35: Paula Pichotta. Ich habe zum Beispiel gelernt, wie

00:19:38: man in Sitzungen schläft. Du musst ja oft nur anwesend sein

00:19:41: und dann kannst du den Schlaf auch strategisch einsetzen.

00:19:45: Wenn ich einem Politiker zeigen möchte, dass ich seine Politik

00:19:48: ablehne, schlafe ich jetzt einfach direkt vor ihm ein.

00:19:51: Sie lehnt sich zurück und führt es vor.

00:19:53: Du ziehst einen Stuhl ganz nah an den Tisch, sodass zwischen deinen

00:19:56: Oberkörpern Tisch und Stuhl nichts mehr passt.

00:20:00: Und dann verschränkst du die Arme vor dem Körper und dein Körper

00:20:03: fühlt sich so eingepackt an, dass du einfach wegschläfst.

00:20:07: Die linken Politikerin Gesilje Nötsch ist dafür berühmt, genauso

00:20:10: wie manche CDU-Politiker. Und dieser Kurzschlaf bringt

00:20:14: extrem viel. Es hilft mir sehr, dass ich das gelernt habe.

00:20:19: Es ist lustig, aber es ist auch echt tragisch.

00:20:21: Ja, es ist auch einer meiner liebsten Texte und vor allem, weil

00:20:25: ich eine derjenigen war, die sich immer beschwert hat, dass alle im

00:20:29: Bundestag auf ihre Handys gucken. Es gibt auch eigentlich ein

00:20:33: Laptopverbot, da drin wird beschrieben, ja, man weiß jetzt,

00:20:36: wie man ihn reinschmuggelt und sagt auch kaum noch jemand was.

00:20:39: Aber ich habe das sehr stark verurteilt. Tatsache ist aber, dass

00:20:42: die parallel Papiere lesen müssen, die sie für die nächste Sitzung

00:20:45: brauchen und eventuell digital einem anderen Meeting beiwohnen.

00:20:49: Also ich sehe das heute sehr stark mit anderen Augen. Deswegen also

00:20:53: wirklich das Buch ist augenöffnend. Was ich auch nicht wusste, war,

00:20:56: Wasser ist verboten im Parlamentsseite. Die dürfen kein

00:20:59: Wasser trinken. Stundenlang. Ja, und wir möchten gerne, dass

00:21:02: man seine Babys im Bundestag stillen möchte, aber wir haben noch

00:21:05: kein Wasser zur Verfügung, um die Mutter zu hydrieren.

00:21:08: Also es ist wirklich crazy. Und vielleicht fragt ihr euch jetzt ja,

00:21:11: warum soll denn irgendjemand diesen Job machen?

00:21:13: Da kommen wir dann auch noch hin. Aber es ist tatsächlich ein

00:21:17: schwieriges Umfeld. Und wo es wirklich, wirklich

00:21:21: schwierig wird, ist, wenn es um Gewalt und Hassrede geht.

00:21:24: Also jede Influencerin, jeder Influencer weiß, wie schwierig es

00:21:26: ist, in der Öffentlichkeit zu stehen.

00:21:29: Aber im politischen Sinne, es gibt eigentlich keine Hemmschwelle mehr

00:21:35: unseren PolitikerInnen gegenüber. Ja, auch wirklich zunehmend

00:21:39: besorgniserregend, sondern weil das von außen an die PolitikerInnen

00:21:42: herangetragen wird. Hier haben wir einen Text von

00:21:45: Caroline Preißler. Caroline Preißler ist Kommunalpolitikerin in

00:21:48: Mecklenburg-Vorpommern, war auch öfter mal in den Medien.

00:21:52: Und ich habe hier zwei kurze Stellen, eine über schon sehr

00:21:56: extreme Gewalt und eine über die alltäglichen Sexismen, mit denen

00:22:00: man so konfrontiert wird. Sie schreibt, in den letzten

00:22:04: Jahren passierte mir unter anderem das Folgende.

00:22:07: In Mecklenburg-Vorpommern stieg jemand in unser Haus ein, sie ist

00:22:10: von der FDP übrigens, ja, nicht Linke oder Grüne, und senkte sehr

00:22:13: wahrscheinlich mit einem Bunsenbrenner Hakenkreuze in die

00:22:17: Decke. Bei anderer Gelegenheit standen

00:22:20: fertige Molotow-Cocktails auf unseren Mülltonnen.

00:22:24: Während der Flüchtlingsherausforderung nach

00:22:26: 2013 wurden mutmaßlich von Rassisten öffentliche

00:22:29: Fahndungsaufrufe unter anderem gegen mich gerichtet, entsprechende

00:22:32: Plakate geklebt. Als Großstädterin mit

00:22:35: Familienwohnsitz in Vorpommern hatte ich in der Kleinstadt die

00:22:38: gesellschaftlichen Herausforderungen angenommen und

00:22:41: mich in meiner neuen Heimat kommunalpolitisch engagiert. Das

00:22:44: waren Reaktionen auf mein Tun. Die rechte Extremistengruppe

00:22:48: Nordkreuz erstellte eine umfangreiche Feindesliste und

00:22:51: führte unter anderem mich auf. Sie plante den Kauf von Leichensäcken

00:22:55: und Löschkalk, hortete Waffen. Während der Corona-Pandemie in den

00:23:00: Jahren 2020 und 2021 wurde im Internet dazu aufgerufen, mich vor

00:23:03: ein Erschießungskommando zu stellen.

00:23:08: Es gab eine neue Form des vermeintlichen Widerstands, die

00:23:11: sich nicht einfach dem Rechts- oder Linksextremismus zuordnen lief.

00:23:15: Das waren die krassen Sachen. Jetzt kommen wir zu dem

00:23:17: Alltagskram. Sexismus und Misogynie werden

00:23:21: nicht immer gezielt eingesetzt. Sie sind einfach da.

00:23:24: Ich merke die Unterschiede in der Wahl der Kritikpunkte.

00:23:28: Männliche Politiker werden ebenso oft wie Frauen kritisiert, auch

00:23:31: unsachlich. Doch die Kritik an Frauen ist oft

00:23:34: körperbezogen oder sexistisch. Absender der Botschaften sind in

00:23:38: meinem Fall nicht ausschließlich Männer, aber ganz überwiegend.

00:23:42: So schrieb mir jemand, und ich biepe jetzt schwierige Wörter.

00:23:46: Du kannst dich nicht wehren, da du schwach bist.

00:23:48: Du bist eine frustrierte, unattraktive alte Frau, die durch

00:23:51: Gesetze geschützt wird. Ohne Gesetz bist du nur ein Opfer.

00:23:54: Oder wenn ich mir dich anschaue, kommen mir folgende Gedanken.

00:23:58: Hässlich, dumm, alt, widerwärtig, abstoßend, hasserfüllt, Antifa,

00:24:03: Mulle, schlechter Geschmack, kein Stil, böse, naiv, respektlos,

00:24:07: hochmütig, armselig, frustrierend und vor allem Ekel.

00:24:11: Im Januar 2024 beteiligte sich auf X ein User mit der Bemerkung zu mir

00:24:16: in einer Diskussion. Er schrieb, denkst du wirklich,

00:24:20: die vertrocknete Pflaume hat einen Mann?

00:24:24: Am selben Tag schrieb ein User mit dem Namen demokratischer Sozialist,

00:24:28: ich solle weniger dumme Sachen auf Social Media posten und mehr Wäsche

00:24:30: waschen. Es gibt unzählige Kommentare, die

00:24:33: mich als frigide, hässlich sowie alt bezeichnen.

00:24:36: Ja, das ist halt sozusagen der Alltag, der die ganze Zeit

00:24:40: mitschwebt. Es gibt einige Politikerinnen, wir

00:24:44: haben auch Sarah Lee Heinrich von den Grünen dabei.

00:24:47: Also die müssen eben ihre Familien schützen.

00:24:50: Also die Polizei, Wohnungen werden durchsucht, es werden

00:24:53: Schutzmaßnahmen. Also es ist wirklich krass.

00:24:58: Und ich frage mich schon, wie das, die Politik hat wie alle Bereiche

00:25:01: auch ein Nachwuchsproblem. und es werden Menschen von

00:25:05: antidemokratischen Kräften auf verschiedene Arten und Weisen

00:25:08: eben davon abgehalten, Politik ausüben zu können.

00:25:12: Ich finde es gut, dass du gerade von Caroline Preißler gelesen hast,

00:25:15: weil so schlimm das klingt, sagt sie auch oder schreibt sie im Buch,

00:25:20: niemand wartet dort auf uns, aber alle brauchen uns.

00:25:23: Und das finde ich so einen bezeichnenden Satz.

00:25:26: Ich meine, da ist auch Rita Süssmuth drin und so.

00:25:28: Man kann eigentlich mit dem Highlighter durch dieses Buch gehen

00:25:30: und das sind alles tolle Aussagen, aber das ist es.

00:25:31: Niemand wartet auf uns, aber alle brauchen uns, weil jeder Mann, jede

00:25:35: neurodivergente Person, jede chronisch kranke Person würde

00:25:38: davon profitieren, wenn wir anfangen würden, Frauen

00:25:40: mitzudenken. Und sie schreibt auch, sich zu

00:25:45: behaupten und Politik positiv mitzugestalten, kann man lernen.

00:25:48: Sie schlägt vor, es gibt Kurse bei der Konrad-Adenauer-Stifte, im

00:25:52: Helene-Weber-Kolleg. Ich kenne zum Beispiel Joint

00:25:54: Politics, die sich, glaube ich, stark einsetzen,

00:25:57: auch Frauen auf diese Herausforderungen vorzubereiten.

00:26:00: Ihr wisst bestimmt auch ganz viel. Also wenn wir jetzt mal ins

00:26:03: Positive und Konstruktive gehen wollen,

00:26:06: also was sind die Unterstützungsangebote?

00:26:09: Und später kommen wir dann vielleicht zum Grund, warum wir

00:26:11: unbedingt weitermachen müssen. Genau, also es gibt immer mehr

00:26:15: Unterstützungsangebote. Wir machen ja mit der EAF schon

00:26:19: sehr lange auch Programme, die gezielt Frauen oder auch

00:26:22: andere unterrepräsentierte Gruppen, wir haben zum Beispiel auch

00:26:25: spezielle Netzwerke für Frauen mit Rassismuserfahrung

00:26:29: und solche Themen dabei unterstützen, in die Politik

00:26:32: hineinzufinden und eben auch gesund zu bleiben.

00:26:36: Weil so wie Anke oder wie Paula das auch erklärt, natürlich, es ist

00:26:39: verrückt, aber man muss ja auch nicht

00:26:42: Berufspolitikerin werden. Man kann ja auch ein

00:26:44: Bundestagsmandant für vier Jahre ausüben.

00:26:46: Und dann ist es auf jeden Fall besser, wenn man nicht so

00:26:49: unvorbereitet da rein stolpert, wie Anke das erklärt, weil die

00:26:51: versucht hat, am Anfang noch immer alle Vorlagen zu lesen

00:26:54: und das dann irgendwann gelassen hat.

00:26:56: Und genau, es gibt das Helene Weber-Kolleg oder Frauen vielfältig

00:26:59: Politik, Joint Politics. Viele Parteien, also die Parteien

00:27:02: haben natürlich auch Nachwuchsprobleme, nehmen sich dem

00:27:05: Thema an. Wir hatten ein extrem

00:27:07: erfolgreiches Mentoring-Programm, das leider nicht weiter gefördert

00:27:10: wurde, wo wir quasi PolitikerInnen mit

00:27:13: NachwuchspolitikerInnen gematcht haben.

00:27:16: In einem großen Stil, also ganze Landkreise konnten sich bewerben.

00:27:20: Wir sind dann vor Ort hingegangen, haben diese Matchings gemacht

00:27:23: und eben quasi ein Unterstützungsangebot, wo Fragen

00:27:26: und so Resilienzstrategien entwickelt wurden.

00:27:30: Genau, und dann braucht es aber natürlich, was sehr schwierig ist,

00:27:33: wo wirklich noch eine Lücke ist, ist eben dieser Gewaltschutz, weil

00:27:37: Bundestagsabgeordnete oder in höheren Ämtern,

00:27:42: die haben mehr Kapazitäten, mehr Möglichkeiten, die bekommen diese

00:27:44: Schutzmechanismen. In der Kommunalpolitik ist das

00:27:47: nicht so. und wenn man jetzt in der

00:27:49: Kommunalpolitik aktiv ist, ist man vor Ort und man wohnt sozusagen mit

00:27:53: den TäterInnen in der gleichen Stadt.

00:27:56: Das ist einfach nochmal echt ein Unterschied, ob mich jemand, weiß

00:28:00: ich nicht, in Berlin oder wo ich meinen Wohnsitz habe beleidigt oder

00:28:03: bedroht oder eben ich wirklich vor Ort

00:28:07: sozusagen so angegriffen werde. Und da muss wirklich auch nochmal

00:28:10: Geld reinfließen und eigentlich brauchen die Parteien, finde ich,

00:28:13: da auch Unterstützung, um das gut aufzusetzen.

00:28:17: Weil das kann man nicht alleine lösen.

00:28:20: Was mich zuerst stutzig gemacht hat und dann sehr gefreut hat,

00:28:23: ist, dass keine dieser Frauen in dem Buch geschrieben hat,

00:28:25: ich habe es bereut, in die Politik zu sehen.

00:28:28: Und ich hoffe, ihr habt das nicht ausgekürzt.

00:28:30: Aber das ist tatsächlich, also es bleibt ein grundpositiver Tenor.

00:28:36: Manchmal so ein bisschen jetzt erst recht.

00:28:37: Also je stärker ihr auf mir rumtretet, desto mehr engagiere ich

00:28:41: mich dafür. aber auch eine tiefe Überzeugung,

00:28:45: dass wenn wir uns nicht drum kümmern, tut es eben auch sonst

00:28:48: keiner. Es ist tatsächlich so, dass

00:28:50: mittlerweile einige aufgehört haben.

00:28:53: Tessa Gansara, also zumindest mit dem Bundestagsmandat.

00:28:57: Oder Sarah Lee Heinrich macht weiter, aber ein bisschen anders.

00:29:01: Wir hatten ein paar, die ausgestiegen sind, was uns sehr

00:29:03: geärgert hat. Aber die meisten machen weiter und

00:29:07: ich treffe auch immer wieder Politikerinnen,

00:29:10: zum Beispiel bei H.H. Ghanipur, die sind im Senat in Berlin.

00:29:14: Wenn man die fragt, dann sagt die, ich liebe Politik.

00:29:17: Ich will den ganzen Tag Politik machen.

00:29:18: Die hat auch zwei Kinder. Und ich glaube, es ist für viele

00:29:21: schon eine Herzenssache, weil es eben auch einfach Spaß

00:29:24: macht, Gesellschaft zu gestalten,

00:29:26: Verantwortung zu übernehmen, trotz den verbesserungsbedürftigen

00:29:29: Rahmenbedingungen. Und die kann man auch verbessern.

00:29:32: Das ist hier in dem Sarah Zöllner-Artikel auch.

00:29:35: Wenn ich dann da bin, dann in Jena formulierten die Stadträtin

00:29:39: parteiübergreifend den Antrag, Regelungen rund um Geburt und

00:29:42: Mutterschaften von Politikerinnen zu treffen.

00:29:45: Zack, ja, sobald ich da bin, kann ich die Regeln mitbestimmen.

00:29:49: Jetzt könntet ihr eine Frage stellen, wenn ihr wolltet. Ja,

00:29:51: bitte. Wir haben das Thema Gewalt ja

00:29:54: schon gerade angesprochen. Ich glaube, im letzten BKA-Bericht

00:29:57: stand 63 Prozent der politisch engagierten Frauen erleben digitale

00:30:01: Gewalt. Was könnte man denn als

00:30:04: Politikerin tun dagegen? Wenn so wenig Frauen da sind, wird

00:30:08: das Thema ja auch ignoriert, oder? Genau, also ich glaube, ein Thema

00:30:12: ist natürlich überhaupt die Strafverfolgung.

00:30:16: Also ich glaube, da hat sich schon viel verbessert.

00:30:18: Dann trotzdem ist es noch verbesserungswürdig, aber das

00:30:21: größte Problem ist ja tatsächlich, es ist ja so viel.

00:30:25: Und immer hinzugehen und alles anzuzeigen, dann muss es eben

00:30:29: verfolgt werden und so weiter. Das ist ja ein anstrengender

00:30:32: Prozess. Also ich erlebe tatsächlich selber

00:30:34: auch digitale Gewalt. Ich mache seit 17 Jahren Feminismus und ich

00:30:38: bin auch im Internet nicht so viel, tatsächlich auch deswegen unter

00:30:42: anderem. Und ich erlebe das ja auch und ich weiß, wie oft ich die

00:30:45: Sachen halt immer alle wegklicke, weil man stumpft da auch so ab.

00:30:49: aber eigentlich müsste man das wirklich ja immer alles konsequent

00:30:51: anzeigen, um das auch sichtbar zu machen und

00:30:54: zu verbessern und so weiter. Und das ist das eine.

00:30:58: Und das andere, ja, und dann müssten natürlich die

00:31:01: Plattformbetreiber und die ganzen Betreiber von

00:31:04: Kommunikationskanälen mit in Haftung genommen werden,

00:31:08: das ordentlich zu moderieren und zu löschen und so weiter und so

00:31:11: fort. Also das müsste passieren, das

00:31:15: müsste auch über Gesetze passieren, die nicht weitreichend genug sind.

00:31:19: Ja, und es gibt natürlich, ich weiß nicht, die Organisation

00:31:21: HateAid, die ist ja super wichtig, ich

00:31:23: meine, das ist ein Non-Profit, die viel zu klein ist, also die ja

00:31:26: dabei unterstützt, Strafanzeigen zu stellen und

00:31:30: sowas, und deren Mittel auch prekär sind

00:31:33: und die viel zu klein ist, aber es bräuchte wesentlich mehr

00:31:36: solche Unterstützungsstrukturen. Gut, dann frage ich abschließend

00:31:40: noch einmal, du hast es vorhin gesagt,

00:31:42: überparteiliche Bündnisse sind wichtig

00:31:44: Und Rita Süßmuth, die so etwas Ähnliches wie das Schlusswort für

00:31:47: euer Buch verfasst hat, schrieb, ich sehe die Notwendigkeit, neue

00:31:50: Formen des Netzwerkes zu etablieren, die über lokale oder

00:31:53: nationale Gruppen hinausgehen. Geschlechtergerechtigkeit ist ein

00:31:57: globales Anliegen. Also sie setzt sogar noch höher an

00:31:59: und sie sagt, wir haben früher, wir haben viele Gesetze durchgebracht,

00:32:03: weil wir uns über die Parteien hinweg zusammengeschlossen haben.

00:32:06: Aber das Anliegen ist ein globales und das heißt, wir müssen auch von

00:32:09: anderen Ländern lernen und wir müssen auch von

00:32:13: PolitikerInnen aus anderen Ländern lernen und uns da besser zu

00:32:15: vernetzen. Sind Netzwerke stark genug, um uns

00:32:18: in Zukunft hier wieder besser aufzustellen?

00:32:21: Nein, ich bin da ganz bei Frau Süßmuth, dass wir da wirklich noch

00:32:24: viel zu tun haben und ich leider auch die Tendenz so

00:32:26: ein bisschen in die andere Richtung sehe.

00:32:29: Also wir erleben ja quasi, dass die Gesellschaft fragmentierter

00:32:32: wird. Und ja, ich habe mal einen

00:32:36: Medienwissenschaftler in einem Vortrag gehört, das fand ich super

00:32:39: spannend, Und der meinte, durch Social Media

00:32:42: kommen wir wieder ins Mittelalter zurück,

00:32:44: wo über so Dörfern immer so Flutblätter verteilt wurden.

00:32:47: Also so eine sehr lokale Erzählstruktur.

00:32:52: Und es gibt keine Berührung. Also wir hatten die Massenmedien

00:32:55: mit wenigen Sendern und vielen Empfängern.

00:32:59: Die waren zwar natürlich auch super ungerecht,

00:33:01: weil da auch nur sehr einfältige weiße Männer saßen über sehr viele

00:33:04: Jahrzehnte. Aber die hatten den Vorteil, dass

00:33:07: wir alle so einen gleichen Informationsrahmen hatten,

00:33:10: der auch demokratisch kontrolliert wurde.

00:33:13: Das haben wir halt nicht mehr. Und die Tendenz geht ja gerade

00:33:16: wirklich eher dahin, dass man einen kritischen Beitrag

00:33:20: schreibt, der eigentlich ein Debattenbeitrag

00:33:24: ist, aber sofort kommt der Shitstorm.

00:33:26: Das erlebe ich auch selber tatsächlich.

00:33:29: Und anstelle von einem Austausch. Ich habe das Gefühl, diese Idee,

00:33:34: dass wir so Meinungen und Differenzen

00:33:36: erst mal als Meinungen und Differenzen verstehen

00:33:39: und nicht immer sofort in so ideologische Päckchen packen.

00:33:43: Diese Kompetenz geht gerade total verloren.

00:33:46: Und das ist genau für diese Bündnis- oder Netzwerkarbeit extrem

00:33:48: hinderlich. Weil ich muss ja, um bei einem

00:33:52: Thema sozusagen gemeinsam arbeiten zu können,

00:33:55: muss ich ja so gut mit den Menschen auch in Verbindung stehen,

00:33:59: dass ich die nicht wahnsinnig ablehne,

00:34:01: weil die bei drei anderen Themen eine andere Meinung haben als ich.

00:34:04: Und ich habe da nicht so eine richtige Lösung für.

00:34:06: eigentlich brauchst du flächendeckende

00:34:09: Demokratie und wie reden wir wieder miteinander,

00:34:12: Programme also die würde ich mir

00:34:15: wünschen und das wäre für alle Themen gut

00:34:17: Ich danke dir, dass du da warst ich danke dir, dass du die Stimmen

00:34:22: der Frauen aus dem Buch hier verstärkt hast

00:34:24: danke euch fürs Zuhören und fürs Mitmachen. Vielen Dank. Danke

00:34:28: schön Danke für die Einladung

00:34:36: Danke, dass du dabei warst. Wenn dir die Folge gefallen hat, schenk

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